Die Weihnachtsgeschichte 2021

Schulleben an der Berufsfachschule für Pflege

Weihnachtsgeschichte, Skills Lab und Co.

Schulleben: Projekte der Berufsfachschule für Pflege

Die generalistische Pflegeausbildung an der Berufsfachschule für Pflege und im Bildungszentrum Nürnberg umfasst weit mehr als lediglich Inhalte. Regelmäßig nehmen die Auszubildenden an Fortbildungen teil und setzen gemeinsam im Team interessante Projekte um. An dieser Stelle wollen wir Einblicke in unser Schulleben geben.

 

Berufsethisches Seminar im Kurs 21/24H

Leben und Sterben in der Pflege

Jedes Leben ist geprägt von Bindungen und Trennungen. Sterben widerfährt eben nicht nur anderen. Es betrifft auch jeden einzelnen von uns als Pflegekraft, Angehöriger oder Freund.

Für uns als Auszubildende zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann rückt die Konfrontation mit dem Tod durch die neuen Erfahrungen vermehrt in den Vordergrund.

Aus diesem Grund organisierte die Berufsfachschule für Pflege vom 22. bis zum 25. März 2022 das Berufsethische Seminar zum Thema „Leben und Sterben“.

Aus dem Schulleben: Eindrücke der Auszubildenden

Zu Beginn des Seminars sollten wir unsere eigenen Lebenswerte reflektieren. Es ist wichtig, sich das eigene Leben und die eigenen Werte bewusst zu machen und ihnen Bedeutung beizumessen, um dem Lebensende gut entgegentreten zu können. Denn nur „ich habe den Schmerz, der damit einhergeht“.

Am meisten beeindruckt hat uns, als jeder die Gelegenheit hatte, ein Erlebnis im Zusammenhang mit dem Tod zu erzählen. Wir haben uns die Erfahrungen respektvoll angehört und großes Einfühlungsvermögen gezeigt.

Jede Geschichte war anders. Zugleich jedoch war jede Geschichte aufrichtig – direkt aus dem Herzen.

Gemeinsame Erfahrungen als wichtige Komponente

Wir glauben, dass uns dieses Seminar nicht nur auf unser bevorstehendes Berufsleben vorbereitet hat, sondern auch die Bindung zwischen uns gestärkt hat.

All dies ist Beweis dafür, dass Bücher nicht die einzige Möglichkeit sind, um zu lernen, sondern dass gemeinsame Lebenserfahrungen ebenso viel Wissen und Bewusstsein bringen.

Berufsethisches Seminar an der Berufsfachschule für Pflege

Weihnachtsgeschichte 2021

Das Krippenspiel der Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Pflege am Diakoniewerk Martha-Maria in Nürnberg konnte aufgrund der Corona-Pandemie auch 2021 leider nicht live aufgeführt werden.

Stattdessen haben die angehenden Pflegefachkräfte wie schon 2020 einen Film produziert, der die Weihnachtsgeschichte erzählt. Dabei steht eine Botschaft im Mittelpunkt, die aktueller denn je ist: Hört einander zu und achtet einander.

 

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Schlechte Nachrichten überbringen: Das Skills Lab "Breaking Bad News"

Im "Skills Lab" haben wir an der Berufsfachschule für Pflege in Nürnberg zwei Tage mit dem Thema „Überbringen von schlechten Nachrichten“ verbracht.

Am ersten Tag gab es theoretischen Input zur Wiederholung und Vertiefung. Am zweiten Tag ging es in die Praxis und die Schülerinnen und Schüler rotierten mit einer Lehrkraft durch verschiedene Räume um Fälle zu bearbeiten, die teilweise von Lehrkräften und den Praktikantinnen und Praktikanten der Schule gespielt wurden.

„Was haben Sie die letzten zwei Tage erlebt?“

Schüler: Wir haben am ersten Tag viel theoretischen Input bekommen. Das Modell von Kübler-Ross war uns bereits bekannt. Aber es war gut, es mal zu wiederholen. Das SPIKES-Modell allerdings war neu für uns. Ein sehr interessantes Modell und sehr hilfreich für die Praxis. Am zweiten Tag konnten wir unser theoretisches Wissen anwenden und mit der Praxis verknüpfen. Einer von uns in der Gruppe hat das Gespräch mit dem Simulationspatienten geführt, dem gerade eine schlechte Nachricht überbracht worden ist. Der Rest der Gruppe hat das Gespräch beobachtet und konnte deshalb am Ende ein gutes Feedback geben.

Was haben Sie dazu gelernt?

Schüler: Wir haben gelernt, dass es bei einem Patienten, der eine schlechte Nachricht bekommen hat, wichtig ist, dass man gut zuhört, geduldig ist und abwartet. Zudem ist es auch wichtig, die Situation des Patienten nicht herunterzuspielen. Es ist auch okay, sich Hilfe zu holen, wenn man nicht weiter weiß. Man muss sich also nicht dafür schämen, wenn man etwas nicht weiß. Wir fühlen uns nun sicherer, solche Gespräche mit den Patienten zu führen, um Ihnen in dieser schweren Phase eine gute Stützte sein zu können. Auch das Feedback der Beobachter war sehr hilfreich und wertvoll. Man konnte gut voneinander und miteinander lernen.

Wie hat Ihnen das Projekt gefallen?

Schüler: Sehr gut, wir konnten von der Gruppe profitieren und sind sehr froh darüber alles in einem geschützten Rahmen üben zu können.

Weihnachtsgeschichte 2020

Weihnachten findet statt – allen Widrigkeiten durch das Coronavirus zum Trotz. Das ist die Botschaft, die nicht nur in unserem Schulleben, sondern auch im Krippenspiel der Schülerinnen und Schüler in der generalistischen Pflegeausbildung an der Berufsfachschule für Pflege in Nürnberg vermittelt werden soll. 

 

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100 Jahre Krankenpflegeschule Martha-Maria in Nürnberg

Friedhelm Harsch Schulleitung Martha-Maria

Mit Verantwortungsbewusstsein und Empathie

Die Schule für Krankenpflege am Krankenhaus Martha-Maria-Krankenhaus Nürnberg feiert im Jahr 2020 ihren 100. Geburtstag. Wir haben mit Friedhelm Harsch über die Geschichte und das heutige Berufsbild in der Pflege gesprochen. Der 62-Jährige leitet die Einrichtung im Bildungszentrum Nürnberg seit 1994 und prägt das Schulleben mit.

Herr Harsch, 100 Jahre Krankenpflegeschule – was gibt es da genau zu feiern?

Friedhelm Harsch: Für uns ist das mehr als nur eine stolze Zahl. Ausbildung in der Pflege hatte in Martha-Maria von Anfang an eine herausragende Bedeutung. 1920 wurden in Nordbayern zwei Schulen gegründet – eine am Nürnberger Klinikum und eine hier. Man hat einfach gemerkt, wie wichtig der Nachwuchs ist. Zuvor war das mehr ein Anlernen – Training on the job würde man heute sagen.

Wie hat sich die Ausbildung seither verändert?

Bis 1957 gab es nur 400 Theoriestunden, heute sind es 2.100. Das zeigt, dass die Ausbildung auf einer viel breiteren theoretischen Grundlage steht – was auch notwendig ist. Die Entwicklung in Ost- und Westdeutschland war unterschiedlich. Im Osten etwa war die Ausbildung schon relativ früh sehr gut durchstrukturiert.

Wie hat sich das Berufsbild der Pflege verändert?

Früher war man mit dem Krankenhaus quasi verheiratet. Es war während der Ausbildung üblich, auf dem Gelände zu wohnen und man war jederzeit verfügbar. Ein Kollege von mir war als Schüler im zweiten Ausbildungsjahr ein halbes Jahr nur im Nachtdienst eingesetzt – das ist heute undenkbar. In der Pflege galt bis in die 1990er Jahre eine Arbeitszeitverordnung aus den 1930er Jahren. Die Strukturen haben sich nur sehr langsam verändert.

Woran lag das?

Das Berufsbild war sehr lange an die Diakonie und ihre Struktur gebunden. Da war der familiäre Charakter selbstverständlich. Bis in die 1960er Jahre waren Schwesternschülerinnen mehrheitlich Diakonissen.

Seit diesem Jahr sind Alten- und Krankenpflegeausbildung in der generalistischen Pflegeausbildung zusammengelegt. Was hat sich bei Ihnen dadurch verändert?

Wir mussten zunächst eine neue Schule gründen. Vor allem aber haben sich die Inhalte von Theorie und Praxis verändert. Der Start verlangt uns viel ab – die detaillierten Lehrpläne muss jede Schule selbst erstellen. Das ist sehr aufwändig. Ich halte die Idee aber für sehr sinnvoll, weil wir damit eine bundesweit einheitliche Basis erhalten. Bis 2024 läuft das jetzt erstmal so. Dann wird vom Ministerium geprüft und bewertet.

Sie haben viele junge Menschen in der Ausbildung begleitet. Was muss man für den Pflegeberuf mitbringen?

Verantwortungsbewusstsein und Empathie. In der Ausbildung geht es dann darum, diese Empathie professionell zu transformieren. In diesem Beruf sind Sie richtig, wenn Sie sich anderen Menschen in schwierigen Lebenslagen persönlich zuwenden können. Das ist entscheidend.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Harsch.

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